Bisphenol A (BPA) - Ein Kunstoffweichmacher Mit Hormonähnlicher Wirkung

 

Seit März 2011 ist der EU-weite Einsatz von Bisphenol A bei der Produktion von Babyflaschen verboten und seit dem 01. Juni 2011 auch die Vermarktung bisphenol-A-haltiger Babyflaschen. Heutzutage stehen sogar Labortest zur Verfügung, um Belastungen mit Bisphenol A zu messen und ggf. eine Entgiftung einzuleiten. Bisphenol A steht im Verdacht Herz-Kreislauf Erkrankungen zu begünstigen, krebserregend blockiert, die Gehirnfunktion zu beeinflussen, die Zeugungsunfähigkeit zu senken und Darmwandschäden zu begünstigen. Bisphenol A ist wegen seiner hormonähnlichen Wirkung sehr umstritten. BPA kann sich auch aus Lebensmittelverpackungen lösen und in die Lebensmittel übergehen. Ob Glyphosat krebserregend ist oder nicht, da ist sich die Wissenschaft aber nicht einig. Im Alltag kommen wir ständig mit diesen Stoffen in Kontakt.

 

 

Bisphenol A

Bisphenol A wird auch als Weichmacher bezeichnet und löst sich besonders stark aus warmen Plastikverpackungen. Die allermeisten Plastikverpackungen enthalten BPA. Dadurch kann sich Bisphenol A bald Östrogen-Rezeptoren binden und Prozesse im Körper beeinflussen, zum Exempel das Wachstum, Zellerneuerung, Energielevel und Fruchtbarkeit. Glücklicherweise gelangt BPA wieder schnell aus unserem Körper, innerhalb weniger Tage.

 

 

 

Bisphenol A die meist produzierte Chemikalie weltweit

 

BPA gehört zu den am meisten produzierten Chemikalien weltweit. Im Körper wirken diese wie körpereigene Hormone und stören hormonell gesteuerte Prozesse. Auch wenn die Thermopapierindustrie betont, dass von ihren Kassenzetteln keinerlei gesundheitliche Gefahren drohen. Die abweichende Einschätzung erklären, die Krebsforschungsagentur prüfe lediglich die Eigenschaft eines Wirkstoffes, Krebs zu erzeugen, nicht aber die Wahrscheinlichkeit, das Krebs tatsächlich erzeugt wird, wenn dies von der Höhe der Aufnahmemenge abhängig ist. Dabei würden heute 10000-fach höhere tägliche Gesamtmengen als unbedenklich gelten. Das Zentrum für Fremdstoffrisikoforschung der Uni Zürich findet, das Risiko einer toxischen Wirkung könne auch bei ständiger Handhabung von Kassenbons, etwa durch Kassenpersonal in Warenhäusern, als gering eingeschätzt werden. Bei allgemeinen Versuchen zur Sexualentwicklung von Mäusen, die in ihrem Labor extra in BPA-freien Käfigen aus dem Kunststoff Polysulfon gehalten wurden, entdeckten sie seltsame Unregelmäßigkeiten in den Ergebnissen.

 

Doch die Versuche zeigten die Wahrheit

 

Vor 20 Jahren schon beobachteten Forscher etwas Unerwartetes. Die Entwicklung der Ei- und Samenzellen ihrer Versuchsmäuse war gestört. Aber die Studie liefert keine Belege, dass die im Versuch verwendeten Plastikkäfige tatsächlich die Quelle für die anfängliche BPS-Kontamination waren. Weltweit wurden 2018 rund 5,2 Millionen Tonnen hergestellt, zwei Jahre zuvor waren es noch 3,8 Millionen. Viele stecken den Zettel gar gedankenverloren zwischen die Lippen.

 

BPA und Co unterliegen seit 2015 der Zulassungspflicht

 

Die Stoffe unterliegen seit Anfang des Jahres 2015 einer Zulassungspflicht, was in Wahrheit einem Verbot gleichkommt. Unser Alltag ist mit Bisphenol A Produkten geradezu durchsetzt. Bei den Großverteiler, am Parkautomaten oder in der Warteschlange von Ämtern. Denn das EU Verbot für den Basisstoff von Plastikflaschen gilt in der Schweiz nicht. Innerhalb weniger Wochen haben Hersteller Alternativprodukte lanciert und die herkömmlichen Produkte aus dem Angebot genommen. Sie finden sich in unzerbrechlichen Plastikflaschen, in Lebensmittelverpackungen, in der Innenbeschriftung von Konserven- und Aludosen, in Zahnversiegelungen und auf Datenträgern. Ein Forscherteam testete nochmals hin gezielt, welche Effekte kleinste Mengen von BPS auf Mäusen haben. Aber auf der Suche nach der Ursache stießen die Forscher auf Bisphenol A, einem Bestandteil vieler Kunststoffe. Bis 2007 galten täglich maximal zehn Mikrogramm pro Kilo Körpergewicht als Grenze. Derzeit wird geschätzt das etwa 140.000 verschiedene Chemikalien auf dem Markt sind.

 

Die jährliche Produktion stieg die letzten Jahre trotz gesundheitlichen Bedenken gewaltig an. Das Bundesamt für Gesundheit ging nicht weiter auf die Untersuchungen eines Züricher Labors ein. Aber auch ein weiteres großes Einsatzgebiet sind Plastikteile im Automobilbau.

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