Bisphenol A In Lebensmittelbedarfsgegenständen

 

Bisphenol A - Chemikalien In Kassenbons

 

Sieben von acht Einkaufsquittungen enthalten Bisphenol A (BPA) oder das verwandte Bisphenol S. Das Umweltbundesamt beurteilt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung kritisch. Der Körper wird aber nicht nur durch BPA, sondern auch durch zahlreiche andere Gifte belastet, welche sich in Medikamenten, Lebensmitteln, Luft und Haushaltsreinigern befinden. BPS unterscheidet sich chemisch nur geringfügig von BPA, ist aber schlechter erforscht. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung wurde 2015 eine Aufnahmemenge von BPA, welche vorläufig tolerabel sei, festgelegt. Bis 2015 war die tolerante Menge von BPA sehr hoch. Die negativen Effekte des niedrig dosierten BPA werden als weniger wahrscheinlich bewertet. Wegen des seit vielen Jahren anhaltenden Streits um mögliche Gesundheitsgefahren durch BPA sind viele Anbieter auf BPS als Ersatzstoff umgestiegen. Im Handel tauchen zunehmend Produkte auf, welche damit werben BPA-frei zu sein. Die Behörden dagegen erklärten 2008, dass es sich bei BPA um eine Chemikalie handelt, welche sicher für die Umwelt und den Verbraucher sei. Da die Studien bezüglich der Auswirkungen, umso mehr die Langzeitwirkung, dieser Chemikalie noch nicht fertiggestellt sind, gelten diese Angaben des BPA nur vorläufig.

In Lebensmitteln kann sich BPA befinden

 

Aber auch der Verzehr von Lebensmitteln, welche mit Kunststoffen in Kontakt standen, die BPA-haltig sind, kann zur Aufnahme der Chemikalie führen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat auf den Internetseiten eine Bewertung zur Chemikalie BPA abgegeben.

 

Einige Beispiele in denen man BPA findet sind Plastikschüsseln, Trinkflaschen, Folienverpackungen, Konservendosen, Getränkedosen und Vorratsbehälter. Zumindest in Babyflaschen ist BPA bereits EU-weit verboten. Aufgrund der Ergebnisse ist es ratsam, wenn die BPA vermeidest. Es werden immer mehr Kinder damit gefährdet, da BPA die gesunde Entwicklung und Bildung von Drüsen und Organen, und die sexuelle Entwicklung negativ beeinflusst. Auch bei Saftpressen und Entsaftern wird die Anzahl der BPA-freien Produkte immer höher, da die Hersteller zunehmend Kunststoffe verwenden welche kein BPA enthalten. Es wird von verschiedenen Organisationen wird vor BPA gewarnt.

 

BPA musste schon bis 2011 in Österreich aus allen Kinderlebensmittelkontaktprodukten verschwinden und ist das 2. EU-Land, das aktiv gegen BPA vorgeht.So waren bereits den europäischen Vorgaben im Hinblick auf das Bisphenol A-Verbot in Säuglingstrinkflaschen mittels der Richtlinie 2011 vom 28. Januar 2011 Alleingänge der EU-Staaten Dänemark und Frankreich im Jahre 2010 vorausgegangen. Bereits im Jahre 2011 wurde es aufgrund anhaltender Kritik mittels europäischer Richtlinie europaweit verboten, die Substanz als Monomer bei der Herstellung von Säuglingstrinkflaschen zu verwende.

 

Bisphenol A – eine Substanz, die bei der Herstellung von Lebensmittelkontaktmaterialien wie Mehrweg-Plastikgeschirr oder Innenbeschichtung von Konservendosen Verwendung findet, steht aufgrund potentiell gesundheitsschädigender Wirkungen u. a. So könnte sich beispielsweise in einigen Jahren oder gar Jahrzehnten herausstellen, dass ein eingesetztes Substitut deutlich schädlichere Wirkungen hat als Bisphenol A, eingetretene Schäden lassen sich dann nicht richtig stellen. Allerdings wurden die in Frage kommenden Substanzen – bis auf – in deutlich geringerem Maße toxikologisch bewertet, als dies bei Bisphenol A der Fall ist.

 

Materialanalyse

 

Es besteht die Gefahr, dass im Falle einer Substitution von Bisphenol A ein vergleichsweise geringes, intensiv erforschtes Risiko ersetzt wird durch völlig unkalkulierbare Risiken. Ziel der derzeit nicht abgeschlossenen Stoffbewertung ist dabei die Überprüfung, ob gegebenenfalls weitergehende regulatorische Maßnahmen ergriffen werden müssen. Die einleitend erwähnten Unwägbarkeiten bei der Substitution von Bisphenol A sollten insbesondere in Hinblick auf die am 21. Januar 2015 veröffentlichte Bewertung von Bisphenol A wieder stärker in den Blick genommen werden. Man kommt zu dem Ergebnis, das BPA bei der derzeitigen Verbraucherexposition für keine Altersgruppe ein Gesundheitsrisiko darstellt (einschließlich ungeborener Kinder, Kleinkinder und Jugendlichen). Ob für Kinder, Sportler oder Berufstätige.

 

In einem Fernsehbeitrag gefordertes, vollständiges Verbot von BPA in Lebensmittelverpackungsmaterialien würde zum Einsatz von Ersatzstoffen führen, zu denen weit weniger wissenschaftliche Untersuchungen vorliegen als zu BPA. Dieses BPA dient erst recht als Ausgangsstoff zur Synthese polymerer Kunststoffe. Gleichwohl wurde auf europäischer Ebene über eine Absenkung der Migrationsgrenzwerte für BPA.

 

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